Spenden


Jetzt wechseln zu ...

BI Treffen

Am 15.02.2012 um 19:30 Uhr findet das nächste Treffen im Hamburger Hof, Brunsbüttel-Süd statt.

Mehr Informationen

 
Forum
Zum Forum der BiGKU

Neueste Artikel:
Bild aus Aktionen
Hintergrund Worum geht es?
Allgemeines zu den derzeitigen Kraftwerksplanungen bei Brunsbüttel Drucken E-Mail

Im Dezember 2007 gründete sich nach einer Infoveranstaltung zu einem geplanten Industrieheizkraftwerk (IHKW) die Bürgerinitiative Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe. Danach wurden die Planungen von vier! Steinkohle-Kraftwerksblöcken (je 800 bis 900 MW) im Raum Brunsbüttel bekannt. Drei verschiedene Firmen möchten diese Anlagen errichten: Südweststrom Kraftwerk GmbH, GDF Suez Energie Deutschland AG (ehemals Electrabel) und die Getec Energie AG.

Das IHKW wurde im Januar 2009 mit 325.920 Tonnen Ersatzbrennstoff (= Müllverbrennung) pro Jahr genehmigt.

Keines der Kraftwerke bekommt einen Kühlturm und keines der Steinkohle-Kraftwerke ist mit Kraft-Wärme-Kopplung geplant, da sie nur zur Erzeugung von Strom ausgelegt wurden. Dieser wird nicht vor Ort benötigt, sondern an der Strombörse verkauft. Der Wirkungsgrad dieser Kraftwerke wird max. 46 % betragen. Mehr als die Hälfte der erzeugten Wärmeenergie wird direkt in die Elbe geleitet und verursacht immense ökologische Probleme, auch im benachbarten FFH-Vogelschutzgebiet St. Margarethen und im Naturschutzgebiet Elbästuar. Anders ausgedrückt: Jedes zweite Kohleschiff, das aus Südamerika, Australien oder Russland in Brunsbüttel anlegt, kommt ausschließlich, um dort den Fluss aufzuheizen.

Der Elbehafen der Brunsbütteler Hafengesellschaft kann von Seeschiffen der Panmax-Klasse (auch Panamax) und von Binnenschiffen angelaufen werden. Die Kohle muss nicht auf kleinere Schiffe oder die Bahn umgeladen werden. Deswegen ist der Standort Brunsbüttel bei den Kohlekraftwerksplanern so beliebt. Zurzeit laufen Planungen zusammen mit den Kohlekraftwerksbetreibern GDF Suez Energie und Getec, einen neuen Liegeplatz im Hafen zu errichten, bevor die Kraftwerke in Betrieb genommen werden. Südweststrom hat sich die Kapazitäten für den Kohleumschlag im bestehenden Hafen gesichert.