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Hintergrund Stromlücke?
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Im Jahr 2007 standen in Deutschland 7 Atomkraftwerke still. Nach Abzug aller Stromimporte wurden aber dennoch 16 Terawattstunden exportiert. Deutschland hat im ersten Vierteljahr 2010 doppelt so viel Strom exportiert (ca. 14,3 TWh) wie importiert.

Die Deutsche Energieagentur (Dena) wird zur Hälfte von den Stromkonzernen finanziert. Die Dena behauptete vor einiger Zeit, dass ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Atomenergie und ein Verzicht auf den Bau von neuen Kohlekraftwerken nicht machbar sei, da eine Stromlücke entstehen würde. Sie geht mittelfristig von einer fehlenden Kraftwerksleistung von 11.700 Megawatt (MW) aus. Auch die Einsparpotenziale wurden von der Dena falsch berechnet.

Die aktuell in Deutschland geplanten ca. 30 Kohlekraftwerke würden die behauptete Lücke mehr als doppelt schließen. Unabhängige Experten gehen von neuen Erzeugungskapazitäten von nur 2400 MW aus. Dafür reichen die bereits genehmigten Kohlekraftwerke (9700 MW Leistung) bei weitem aus. Den überwiegenden Teil können Erneuerbare Energien liefern.

Im Juni 2010 erklärte der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages, dass Deutschland im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Mit verschiedenen Szenarien zeigt der SRU, dass eine vollständige erneuerbare Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Kosten und Versorgungssicherheit möglich ist. Eine Chance für nachhaltige Innovationen für den Standort Deutschland!

In Dänemark und den Niederlanden beträgt der Anteil an KWK-Anlagen schon heute 40 bis 50 Prozent. Durch Nutzung von Strom und Wärme wird der Gesamtnutzungsgrad auf rund 90 Prozent gesteigert; gegenüber maximal 46 Prozent bei einem neuen Kohlekraftwerk.