Spenden


Jetzt wechseln zu ...

BI Treffen

Am 15.02.2012 um 19:30 Uhr findet das nächste Treffen im Hamburger Hof, Brunsbüttel-Süd statt.

Mehr Informationen

 
Forum
Zum Forum der BiGKU

Neueste Artikel:
Bild aus Aktionen
Die Kraftwerke GDF Suez Energie
GDF Suez Energie Deutschland AG Drucken E-Mail

Vor dem 01.02.2009: Electrabel Brunsbüttel GmbH & Co. KG (EKB)

Das französische Unternehmen ist eine Tochter des weltweit agierenden Großkonzerns GDF Suez. Electrabel handelt mit Strom, Gas, Kohle und CO2-Zertifikaten. Das Unternehmen ist Mitglied an allen europäischen Strombörsen.

In Brunsbüttel wurde nördlich des Elbehafens ein Steinkohlekraftwerk mit 800 MW elektrisch und einer Feuerungswärmeleistung von 1800 MW beantragt. Die Antragstellerin möchte einen 180 m hohen Schornstein, ein 110 m hohes Kesselhaus und drei geschlossene Kohlerundlager mit einem Durchmesser von je 110 m errichten. Das Kraftwerk wird etwa 5,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausstoßen. Dies entspricht einer Erhöhung des CO2-Ausstoßes von ganz Schleswig-Holstein um 22 Prozent.

Die Einwendungen gegen den B-Plan wurden am 26.01.2009 abgegeben; die Unterlagen gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz und Landeswasserrecht am 16.02.2009. Gegen alle drei Verfahren wurden insgesamt etwa 5600 Einwendungen erhoben. Die Erörterungstermine fanden im Frühsommer 2009 statt. Anträge auf vorzeitigen Baubeginn wurden gestellt.

Im Januar 2010 unterzeichneten die Hafengesellschaft Brunsbüttel Ports und GDF Suez einen Vertrag über eine zwanzigjährige Kohlelieferung für das geplante Steinkohlekraftwerk.


Am 23. Dezember 2010 erhielt BI-Sprecher Dr. Karsten Hinrichsen einen Anruf von GDF-Projektleiter Frank Albers. Er teilte mit, dass in Brunsbüttel kein Kohlekraftwerk gebaut würde. Hier die Pressemitteilung der Bürgerinitiative, in der auch die Gründe für den Rückzug aufgelistet werden.

Projektleiter Frank Albers teilte am 11.01.2011 auf Nachfrage mit, dass von Seiten der GDF Suez Deutschland AG keine Pressemitteilung herausgegeben wird. Die am Projekt Beteiligten wurden schriftlich oder telefonisch benachrichtigt. Herr Albers führte als Ausstiegsgründe aus dem Projekt im Telefongespräch noch einmal die fehlende Rechtssicherheit und den fehlenden Partner für das Vorhaben auf. Außerdem gäbe es zurzeit keinen Platz für Kohlekraftwerke.

Über die Zukunft des Baugrundstückes und die laufende Normenkontrollklage habe die Stadt Brunsbüttel zu entscheiden.

Am 22. Juni 2011 fand in Brunsbüttel eine Ratsversammlung statt. Zwei der Tagesordnungspunkte bezogen sich auf GDF Suez: „Aufhebung des Durchführungsvertrages vom 13./17.07.2009 mit der GDF Suez“ und „Vereinfachte Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 55 "Kohlekraftwerk nördlich des Elbehafens" - Aufstellungs-, Entwurfs- und Auslegungsbeschluss“. Beide Punkte wurden einstimmig und ohne Diskussion beschlossen.

Weitere Dokumente:

Bebauungsplan Bebauungsplan (Stand Jan. 2009, div. PDF-Dokumente)
Kurzbeschreibung des Antrags nach BImSchG
Beantragte Schadstoffemissionen
Beantragte Einleitungen in die Elbe


Homepage: http://www.gdfsuez-energie.de