| SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co. KG (SWS) |
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SWS plant mit etwa 70 Stadtwerken – hauptsächlich aus Süddeutschland – und mit Energieversorgern aus der Schweiz und Österreich zwei Kohlekraftwerksblöcke zu je 840 MW in der Nähe des Atomkraftwerkes Brunsbüttel zu errichten. Ursprünglich hatte der spanische Großkonzern Iberdrola einen Kraftwerksblock übernehmen wollen, aber er zog sich im Sommer 2008 aus dem Projekt zurück. Die beiden parallel liegenden Kohlelager sollen offen bleiben und bei trockenem Wetter berieselt werden. Jedes Kohlelager wird die Länge von 230 Metern, die Breite von 140 Metern und die Höhe von 20 Metern haben. Das sogenannte Passivlager wird mit Eifellava abgedeckt und hat die Ausmaße von 110 Metern Länge und 140 Metern Breite. Zwei jeweils 120 Meter hohe Kesselhäuser mit 8760 Volllaststunden pro Jahr sind in Planung. Der Kühlwasserbedarf aus der Elbe wurde mit 205.200 m³ pro Stunde berechnet. Der Optionsvertrag für das Grundstück besteht seit dem 21. Dezember 2006. Südweststrom und die Hafengesellschaft schlossen ebenfalls im Dezember 2006 einen Vertrag über den Umschlag von 4 bis 5 Mio. Tonnen Steinkohle pro Jahr. Diese wird hauptsächlich aus der Mine Cerrejon aus Kolumbien kommen, die für ihre Menschenrechtsverletzungen und nicht vorhandenen Umweltstandards bekannt ist. Der Bebauungsplan lag bis zum März 2008 aus. Im Juni 2008 erfolgte der Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 56. Die Antragsunterlagen (Teilgenehmigungen) nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und Landeswassergesetz (LWG) lagen bis zum November 2009 aus. Der Erörterungstermin für das BImSchG-Verfahren dauerte vom 18.01.2010 bis zum 24.01.2010. Vom 09.02.2010 bis zum 12.02.2010 fand der Erörterungstermin für das wasserrechtliche Verfahren statt. Die Ratsversammlung der Stadt Brunsbüttel fasste am 23.06.2010 den Aufstellungsbeschluss für die erste Änderung „vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 56 Kohlekraftwerk an der Holstengrenze, zwischen SAVA und Kernkraftwerk“. Die Daten wurden an das beantragte BImSch-Verfahren angepasst. Die Bezeichnung des Planes lautet jetzt „Sondergebiet Kohlekraftwerk“, die elektrische Bruttoleistung von 840 MW auf 910 MW erhöht. Das Grundstück verkleinerte sich um etwa 2 Hektar auf 29,9 Hektar. Am 3. Dezember trafen sich in Stuttgart die Gesellschafter der Südweststrom Kraftwerk GmbH. Aus diesem Anlass versendete die BI am 24. November ca. 500 Briefe an die Verantwortlichen der Stadtwerke, um sie zu einem Rückzug aus dem Projekt zu bewegen. Die Firma SüdWestStrom überarbeitete ihr Fischschutzkonzept. Aus diesem Grund lagen die geänderten Antragsunterlagen für das wasserrechtliche Zulassungsverfahren vom 07. März 2011 bis zum 06. April 2011 öffentlich aus. Am 22.11.2011 verkündete der Grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, am Rande eines Stadtwerkekongresses in Dresden, dass der Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland absolut keine Perspektive mehr habe. Der formale Ausstieg aus dem Projekt stehe aber noch aus. Palmer ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Tübingen. Danach verkündete die Presseabteilung der SWS, das Vorhaben in Brunsbüttel sei nicht gemeint. SWS arbeitet weiter an der Genehmigung und Geschäftsführerin Bettina Morlok verkündete, dass weiterhin "aktiv abgewartet" werde. Ende März 2012 stiegen die Repower AG mit 36 Prozent Anteilen am Projekt und SN Energie – beide aus der Schweiz – aus dem Gesellschafterverbund aus. Am 05.07.2012 folgten die Stadtwerke Tübingen. Oberbürgermeister Boris Palmer erklärte: „Das Projekt ist für niemanden mehr wirtschaftlich darstellbar.“ Beantragte Schadstoffemissionen: Standort des Kraftwerks: Homepage: http://www.suedweststrom.de |